Kinderzimmer gestalten – Kinderwünsche kreativ berücksichtigen

Ein Kinderzimmer dient nicht nur als wichtiger Rückzugsort, an dem ein Kind allein über sein eigenes Reich herrschen darf, sondern wird sowohl zum Schlafen als auch zum Toben, Lernen, Träumen und Spielen genutzt. Vor allem soll sich das Kind natürlich wohlfühlen und gerne auch seine Freunde zum Mitspielen einladen. Vom Vorschulalter bis zur Pubertät ändern sich Geschmack und Bedürfnisse aber zuweilen im Wochenrhythmus. Daher kommt es bei der Planung und der Gestaltung eines Kinderzimmers und beim Kauf der Kinderzimmermöbel darauf an, dass die Kinderzimmer-Einrichtung möglichst viele Gestaltungsmöglichkeiten zulässt und immer mitwachsen kann. Auf diesen Seiten finden Sie viele Informationen und Tipps, wie Sie ein Kinderzimmer gestalten können.

Kinderzimmermöbel für das Kinderzimmer

Größere und kostspielige Kinderzimmermöbel, die zur Grundausstattung gehören, wie Kindertisch, Kinderbett und Kinderkleiderschrank, sollten möglichst schlicht und zeitlos gestaltet sein und hohen Qualitätsanforderungen genügen. Denn Kinder gehen mit Kinderzimmermöbeln noch nicht so pfleglich um wie Erwachsene: ein Kinderbett muss auch mal als Trampolin herhalten, und Kindertische und Kinderstühle können zu Klettergerüsten umfunktioniert werden. Die Basisausstattung sollte daher robust, verletzungssicher und farblich zurückhaltend oder veränderbar gewählt sein. Grundsätzlich möchte ein Kind das Gefühl haben, dass es ungehemmt toben darf - zerbrechliche Kostbarkeiten oder Dekorationen, die als Fallstrick dienen und stören können, wie etwa lang fallende Gardinen oder filigrane Hängelampen, gilt es daher bei der Kinderzimmergestaltung zu vermeiden. Möglichst alle Einrichtungsgegenstände müssen dafür geeignet sein, auch ins Spiel der Kinder einbezogen zu werden.

Auswahl der passenden Kindermöbel mit Bedacht

Bis zum Vorschulalter brauchen Kinder in erster Linie Platz, da sie ihre Spielsachen am liebsten um sich herum auf dem Fußboden versammeln. Besonders beliebt sind daher auch spezielle Spielteppiche, die unterschiedliche Spiele ermöglichen. Diese Kinderteppiche sind teilweise so konstruiert, dass sie warm halten und leicht zu reinigen sind. Ein paar Kissen und Decken machen in dieser Phase die Spielfläche noch wärmer und gemütlicher. Bei größeren Möbelstücken ist weniger am Anfang also mehr, neben den Basismöbeln wird vor allem Aufbewahrungsraum für Spielsachen gebraucht. Um ein Kind nicht zu vielen optischen Reizen auszusetzen, sind geschlossene Kinderschränke geeigneter als offene Regale. Außerdem lässt sich der Lernprozess des Aufräumens durch übersichtliche Schubladen und Fächer am besten unterstützen. Mit erweiterbaren Schranksystemen kann immer gerade so viel Stauraum wie nötig geschaffen werden, ohne das Kinderzimmer von Beginn an mit zu großen Möbelstücken zu überladen.

Kindertisch fürs Basteln und Malen

Mit vier Jahren haben die meisten Kinder schon das Malen und Basteln für sich entdeckt, so dass auch ein eigener Kindertisch in diesem Alter interessant wird. Wer vorausschauend planen möchte, kann gleich erweiterbare Kindermöbel anschaffen, die sich später zum Kinderschreibtisch und damit zum Arbeitsplatz für die Schulaufgaben umgestalten lassen. Wenn auch in den ersten Monaten der Schulzeit Kinder ihre Hausaufgaben noch am liebsten in der Nähe der Eltern machen, wird doch im Laufe des ersten Schuljahrs ein eigener Arbeitsplatz notwendig. Der Arbeitsbereich muss unter günstigen Lichtverhältnissen, am besten direkt am Fenster, liegen und sollte - je nach den Voraussetzungen des Kinderzimmers - so erkennbar wie möglich vom Spielbereich abgegrenzt sein, um die Ablenkungsmöglichkeiten zu reduzieren. Bei der Auswahl eines Kinderschreibtischstuhls empfiehlt es sich insbesondere, auf hohe Qualität zu achten, um Haltungsschäden frühzeitig vorzubeugen.

Kinderteppich als Fußbodenbelag

Auch den Fußboden des Kinderzimmers betreffend kann Funktionalität mit altersmäßigem Design einhergehen. Auf einen durchgehenden Teppichboden im Kinderzimmer sollte schon aus praktischen Gründen verzichtet werden. Dieser wird durch die Kinder beim Kneten oder Tuschen schnell verschmutzt und muss nur nach kürzester Zeit komplett ausgetauscht werden. Als Fußbodenbelag für das Kinderzimmer hat sich der Korkfußboden mit seinen hervorragenden Eigenschaften als sehr empfehlenswert herausgestellt. Dieser ist durch seine glatten und versiegelten Oberflächen leicht zu reinigen. Anders als Laminat- oder Parkettfußböden ist er fußwarm und gleichzeitig sehr schallgedämpft, was sich gerade für Etagenwohnungen anbietet. Der Fußboden an sich besitzt eine braune Farbgebung, eine schöne Gestaltung kann durch Läufer und kleine Kinderteppiche vorgenommen werden. Wenn der Fußboden so gestaltet wird, ist eine dem Alter entsprechende Umgestaltung ebenfalls kein Problem. Läufer und Kinderteppiche können bei wechselndem Geschmack ausgetauscht werden, der Korkuntergrund bleibt.

Weitere Tipps zur Kinderzimmergestaltung

Das Kinderzimmer sollte insgesamt möglichst hell und am besten an mehreren Stellen zu beleuchten sein; denn zu wenig Licht kann die Konzentration des Kindes stören. Kleine Leseratten oder Bastler ziehen sich besonders gerne in eine gemütliche Ecke zurück, in der eine Extra-Lampe für genügend Helligkeit sorgen sollte. Das Bedürfnis, sich zurückzuziehen und Höhlen zu bauen, das wohl in jedem Kind steckt, kann auch eine geschickte Einrichtung unterstützen. Besonders beliebt sind zum Beispiel Hochbetten, die einerseits im unteren Bereich Platz zum Verstecken bieten und gleichzeitig noch als Klettergerüst fungieren.

Die wichtigsten Gestaltungselemente für ein Kinderzimmer sind schließlich Muster und Farben. Kinder sind geschmacklich noch nicht so eingefahren wie Erwachsene und mögen grundsätzlich alles, was bunt ist, ohne sich an gewagten Farbkombinationen zu stören. Auch wenn für einen Erwachsenen vielleicht das rote Kissen nicht zur rosa Decke passt, mag es dem Kind gerade gefallen - die Farb- und Musterwahl sollte es daher so weit wie möglich selbst treffen. Kleinere Kinder mögen zwar noch keine mehrstündigen Besuche in Möbelhäusern, sobald ihnen aber einige Möglichkeiten gezeigt werden, wählen sie meist schnell und treffsicher ihre Favoriten.

Oft haben Kinder auch schon früh ihre Lieblingshelden aus Büchern oder Fernsehsendungen auserkoren, die sie am besten hautnah um sich haben möchten. Mit vielen Accessoires, wie Kinderbettwäsche, Jalousien oder Kinderteppichen, die sich nach einiger Zeit einfach auswechseln lassen, lässt sich nichts falsch machen. Eltern sollten nur bedenken, dass die Vorlieben keine Ewigkeit überdauern, und zum Beispiel ein komplett mit Comic-Helden tapeziertes Kinderzimmer schnell unbeliebt werden kann. Je nach Geschmack lassen sich mit relativ einfachen dekorativen Mitteln auch Kinderzimmer ganz im Stil eines gerade angesagten Mottos gestalten. Ob das Kinderzimmer zum Prinzessinnenschloss, zum Piratenschiff oder zu einer Ritterburg werden soll - Hauptsache, viel Fantasie und Liebe zum Detail machen das Kinderzimmer absolut einmalig.

Weiterführende Tipps zum Kinderzimmer



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