Babyzimmer einrichten und gestalten

Ein Babyzimmer einzurichten, ist eine der Kernaufgaben zum Ende der Schwangerschaft hin. Die Eltern bereiten sich dadurch auf die Geburt vor und schaffen Raum für das neue Familienmitglied. Zu diesem Zeitpunkt ist es schwer vorstellbar, dass es nur wenige Monate dauert, bis das Baby krabbelnd seine Welt erkundet, doch dies sollte schon bei der ersten Einrichtung bedacht werden. Deshalb sollte auch eine möglichst große Fläche Freiraum eingeplant werden, in der sich das Kleinkind später frei entfalten und herumtoben kann.

Babybett und Wickelkommode für das Babyzimmer

Für die erste Zeit ist das Babybett eins der wichtigsten Einrichtungsgegenstände. Es sollte im direkten Blickfeld des Türbereiches liegen, da es die ersten Monate der zentrale Punkt des Babyzimmers ist. In das Babybett kommt eine geeignete Matratze und diese wird von einem Polster umgeben, damit sich ein Nest bildet. Die Matratze muss genau in das Babybett passen, denn auch ein kleiner Spalt stellt ein Verletzungsrisiko für das Kind dar.

Ähnlich wichtig ist eine Wickelkommode, die jedoch ruhig in einer, der Tür abgewendeten Position platziert werden kann. Deren Auflage sollte aus einem abwaschbaren Material und gepolstert sein. Es ergibt Sinn, den Wickelbereich schon am Anfang an den Seiten zu schließen, damit das Kind, wenn es sich mit der Zeit immer mehr bewegt, nicht herunter fallen kann. Ein Regal oder eine andere Ablagefläche in der Nähe der Wickelkommode erleichtert das Wickeln sehr. Neben der Wickelkommode vollendet ein verschließbarer Eimer den Wickelbereich.

Viele Eltern bevorzugen, besonders in den ersten Monaten, eine Wiege, um das Kind, das noch sehr viel Zeit schlafend verbringt, auch einmal zu den Eltern ins Schlaf- oder Wohnzimmer stellen zu können. Es bietet sich an, wenn die Wiege auch im Babyzimmer untergebracht werden kann und dafür Platz freigehalten wird.

Im ersten Jahr benötigt das Kind eigentlich keinen eigenen Kleiderschrank, eine Kommode mit großen Schubfächern für Windeln, Babystrampler und Handtücher genügt meist. In einer ruhigen Ecke des Babyzimmers, an dem das Kind seine ersten Krabbelversuche unternehmen kann, aber auch zur Verwendung im Kinderwagen, eignet sich ein Schafsfell. In diesem enorm weichen Material fühlen sich Babys sehr wohl.

Fußbodenbelag im Babyzimmer

Welcher Fußbodenbelag im Babyzimmer verwendet wird, hängt von verschiedenen Überlegungen ab. Ein Teppichboden macht den Eindruck des Babyzimmers wärmer, leiser und ist im Hinblick auf das Kleinkindalter eine gute Entscheidung, da auch bei wilden Spielen weniger Verletzungsgefahr besteht. Eine Alternative ist das Korkparkett, das leichter zu reinigen ist und eine ähnlich gemütliche Atmosphäre vermittelt.

Die Sicherheit - Lieber etwas vorsichtiger

Für Babys und Kleinkinder lauern in einem Babyzimmer viele Gefahren. Dies beginnt schon beim Sprossenabstand des Babybettes. Dieser sollte zwischen 4,5 cm und 6,5 cm betragen. Schlafsack, Wickelkommode und eigentlich alles, womit das Baby dauerhaft Kontakt hat, sollten geprüft sein. Gute Richtlinien sind dabei der TÜV und das Gütesiegel GS. Andere Risiken sind Steckdosen, scharfe Kanten und die Türen von Kommoden, Schränken und weiteren Möbelstücken. Um diese Risiken abzumildern, sollten sich die Eltern in dem fertig eingerichteten Babyzimmer genau umsehen, wo eine Gefahr auf ihren Nachwuchs lauern könnte. Steckdosen können mit einem Kinderschutz versehen werden, Türsicherungen verschließen Türen und spitze Kanten sollten mit einem weichen Material beklebt werden.

Dekoration für das Babyzimmer

Ob das Babyzimmer in blau oder rosa gehalten werden soll, oder lieber eine andere Farbe verwendet wird, hängt ganz vom Geschmack der Eltern ab. Entscheidend ist jedoch, dass Sie sich auf eine Farbe einigen. Denn auch hier gilt: manchmal ist weniger mehr und im Mittelpunkt soll natürlich das Baby und nicht ein farblich vollkommen überlagertes Babyzimmer stehen. In jedem Fall müssen alle verwendeten Farben unbedingt ungiftig sein.

Viele Eltern entschließen sich auch dazu, das Babyzimmer nach einem Thema zu gestalten. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. In einem Prinzessinnenschloss dominiert natürlich die Farbe rosa und eine Bordüre mit Kronen an den Tapeten und ein Himmelbett dürfen nicht fehlen. Soll das Babyzimmer einem Dschungel gleichen, können Tiere an der Wand und ein großes Blatt aus Kunststoff über dem Babybett ein echter Blickfang werden. Sehr modern und einfach in der Handhabung ist die Verwendung von Wandtattoos, die es in zahlreichen Variationen gibt und ein Babyzimmer ganz unkompliziert lebendig wirken lassen.

Empfehlenswert sind auch unterschiedliche Lichtelemente. Wenn beispielsweise die Mutter nachts zum Stillen ans Babybett des Kindes kommt, reicht eine dezente Beleuchtung vollkommen aus. Für den frühen Abend sollte aber eine ausreichend helle Lichtquelle eingeschaltet werden. Blickdichte Vorhänge oder Jalousien verdunkeln das Babyzimmer tagsüber.

All diese Dekorationen sollen eine warme und gemütliche Atmosphäre vermitteln, doch bunte Farben und sich bewegende Elemente wirken auch auf das Baby und fördern es in seiner Aufmerksamkeit und Wahrnehmung. Daher sind auch ein bunter Nachthimmel über dem Babybett oder Mobiles so beliebt. Diese, über dem Babybett oder der Wickelkommode, sind zudem ein schöner Anblick.



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